Li Wolfgang Schiffer wurde in Seoul/Südkorea geboren, und wuchs in Köln auf. Li spricht nur sehr schlecht koreanisch,
dafür aber ziemlich gut Deutsch und fliessend Englisch.
Er redet für sein Leben gern, und kann mittlerweile auch ziemlich passabel kochen. Neben dem Kochen ist Film von mehr
als grossem Interesse für Li.
Diese Filmleidenschaft begann nicht ab dem Zeitpunkt, an dem seine Mutter ihn nach der ersten Trennung von seinem
Vater in Truffaut's "Die letzte Metro" mitschliff, sondern als er "Rocky I" als Wiederholung auf dem heimischen Fernseher
verschlang. Diese Liebe ging sogar soweit, dass er fast ein Jahr der naÅNchsten Wiederholung entgegenfieberte. Als es dann
soweit war, hatte sich der kleine Li bestens vorbereitet. Am Tag der Tage hatte er einen Duschschlauch mit an beide Seiten
befestigten Trichter zu einem SchallverstaÅNrker umfunktioniert, um seinen damaligen Lieblingsfilm mit seinem portablen
Grundig Kassettenrekorder* aufzunehmen.
*VHS Rekorder sind und waren ein verpönter Gegenstand im Hause Schiffer.
Der Klang seines kleinen schwarzweiss Fernsehers war mies, und daran konnte auch seine famose Aufnahmetechnik nichts
aÅNndern. Dies hinderte Li allerdings nicht daran sich den Streifen vor dem Einschlafen immer und immer wieder
anzuhoÅNren.
Danach ging alles Schlag auf Schlag. Nach endlosen Videosessions mit seinen Freunden Frank (Aufnahmeleiter) und Timm
(Kamermann) schaffte er das Abitur mit 1,6 (allerdings besuchte Li eine Gesamtschule in NRW).
Nach dem Zivieldienst (etwas anderes kam in seiner Familie gar nicht in Frage) verschwand Li erst mal ein paar Monate
in die USA, wo er auf Hawai'i seine erste grosse Liebe fand, in Form von Frau und Natur...
Nach dem Zivildienst folgten die obligatorischen Filmpraktika, eine furchtbare Erfahrung, die in etwas noch viel
fürchterlicherem mündete: In einer dualen Ausbildung zum Mediengestalter Bild u. Ton. Dieses Missfallen lag weniger
an dem an sich ehrbaren Beruf, als an der tot langweiligen Firma die sich Li ausgesucht hatte. Danach folgte dann endlich
das erste ehrlich verdiente Geld in Form von freien Cutterjobs in der On‐Air Promotion von RTL und dem WDR.
WaÅNhrenddessen fand Li wieder zurück zu seinen Wurzeln, in dem er seine freie Cutterarbeit durch ein Studium der
Theater, Film‐ und Fernsehwissenschaften ergaÅNnzte, musste jedoch feststellen, dass Flusser, McLuhan und Co. nicht so
seins waren, und begann sich an den einschlaÅNgigen Filmhochschulen zu bewerben.
2001 war es dann endlich soweit: Regiestudium an der Filmakadmie BadenWürttemberg
in Ludwigsburg. Diese
wirklich tolle Zeit war eine der verrücktesten und schoÅNnsten seines Lebens, nur noch getoppt von dem Moment wo er
nach Doppel‐Nominierung für den Young Director Award im Cannes, 2007 sein Diplom als Werbefilmregisseur
entgegennehmen durfte.
Freiheit ist zwar schoÅNn aber noch im selben Jahr folgt schon die naÅNchste laÅNngere Bindung, und zwar in Form der
Gründung seines Regieduos BADLY, das er zusammen mit dem Regiekollegen Markus Bader betreibt, einem Teufelskerl
und tollen Regisseur, der allerdings unerklaÅNrlichweise Berlin unsere wunderschoÅNne Hauptstadt verabscheut.
Seit Mitte 2009 wandelt Li allerdings auch auf SoloPfaden,
ohne dabei jedoch BADLY aufzugeben, sondern nur der
Abwechslung wegen, um sein Leben spannend zu halten. In seiner Freizeit schreibt Li zwei Drehbücher, einen
Rachethriller und eine schwarze KomoÅNdie. Für die Zukunft hat sich Li zum Ziel gesetzt ein Meister der vietnamesischen
Nudelsuppe zu werden…